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Vertrauen & Wertschätzung

Basis eines gelungenen Zusammenlebens

Pädagogisches Konzept

Partizipation

Die Kinder

Im Sinne der Partizipation des Kindes, legen wir besonderen Wert darauf, die Heranwachsenden in Entscheidungsprozesse, welche das unmittelbare Zusammenleben im Kindergarten betreffen, einzubeziehen. Demnach gestalten die Kinder unseren Alltag in der Einrichtung aktiv mit. Die beschriebene Beteiligung geschieht im täglichen Umgang miteinander. Je nach Alter und Entwicklungsstand können die Kinder in einzelne Entscheidungen einbezogen werden und selbst bestimmen, mitbestimmen, oder mitwirken. Während die Elementarkinder (Alter 3-6 Jahre) durch unser Konzept der „offenen Arbeit“ bzw. die Öffnung der Gruppenräume und das gruppenübergreifende Arbeiten nahezu die gesamte Betreuungszeit frei wählen können, an welchem Ort, mit wem und was sie spielen möchten.

Die Krippenkinder (0-3 Jahre) benötigen weitaus mehr Struktur und daraus resultierende Sicherheit. Dieses gewährleisten wir durch feste Gruppen in diesem Bereich. Selbstverständlich überlassen wir auch unseren Kleinsten die Entscheidung mit wem sie ihre Freispielzeit verbringen und welcher Beschäftigung sie hierbei nachgehen wollen. Sofern die personelle Besetzung es zulässt, können die Krippenkinder ebenso entscheiden, wer sie wickeln, bzw. zur Toilette begleiten soll. Beim Frühstück sowie Mittagessen entscheiden die Kinder neben wem sie sitzen möchten und auch wieviel sie essen wollen.

Grundsätzlich haben demnach alle Kinder das Recht, ihre Aktivitäten ihren individuellen Interessen und Wünschen anzupassen. Um den Elementar Kindern im Rahmen unseres offenen Systems ausreichend Sicherheit und Orientierung zu gewähren, findet täglich eine sogenannte „Kinderversammlung“ in der jeweiligen Stammgruppe statt, innerhalb welcher die Regeln und Neuigkeiten unserer Einrichtung sowie die Belange der Kinder besprochen werden. Auch in der Kinderversammlung begegnen wir uns mit Respekt und Wertschätzung. Wir lassen einander ausreden und jede/r der möchte kommt zu Wort. Die Kinder lernen Entscheidungen zu treffen, ihre eigenen Interessen zu vertreten, Kompromisse einzugehen und auch zu diskutieren. Dabei machen die Heranwachsenden zahlreiche wertvolle Erfahrungen.

ADULTISMUS - MACHTVERHÄLTNISSE AUF DEM PRÜFSTAND

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zum BACHELOR

Inka Pemöller hat nach 3,5 Jahren Dualem Studium „Soziale Arbeit“ an der IU – Internationalen University auf der Graduierungsfeier ihr Abschlusszeugnis verliehen bekommen. Die Kita Sasel-Haus, vertreten durch Maren Schardt, war mit dabei und gratuliert herzlich. Wir freuen uns sehr, dass Inka weiter in der Kita Sasel-Haus arbeiten wird. Ihre Bachelorarbeit fertigte sie zum Thema „Adultismus in der Frühen Kindheit“.

FORSCHUNGSVORHABEN UNTERSTÜTZT
In der Kita hier im Sasel-Haus wurde Inka Pemöller bei ihrem Forschungsvorhaben von der ehemaligen Kitaleitung Angela Dieseldorff unterstützt und intensiv von Maren Schardt, der stellvertretenden Leitung, begleitet. „Seit vielen Jahren wird im Sasel-Haus die Pädagogik der Partizipation gepflegt. Ein sensibler Umgang mit den Rechten der Kinder findet im Alltag praktische Anwendung. Input durch neueste Forschungen und wissenschaftliche Neuerungen sind sehr hilfreich für etablierte Teams und erfahrene Fachkräfte wie unsere.“ so Maren Schardt.

EINE FRAGE DER HALTUNG
Gute Beteiligung von Kindern ist keine Frage der Methode, sondern der Haltung der pädagogischen Fachkräfte. Eine kinderrechtebasierte Haltung in der Praxis bedeutet: Eine fragende Haltung einzunehmen, Wissen weiterzugeben und Zugang zu Informationen über Rechte zu verschaffen, damit Recht von Unrecht unterschieden werden kann. Sich als Vorbilder zu begreifen und Verhaltensregeln wie ausreden lassen, einen freundlichen wohlwollenden Blick zunächst bei sich selbst anzusetzen. Und nicht zuletzt: Die Anerkennung und Wertschätzung der Vielfalt von Identitäten (Art 2. UN-Kinderrechtskonvention). Soweit die Theorie, doch in der Praxis ist es nicht so leicht.

Lesen Sie hier ausführlicher über den schmalen Grad zwischen Erziehung und Selbstbestimmung, Handlungsmöglichkeiten gegen Adultismus, wie „Selbstermächtigung“ von Kindern gefördert und eine wertschätzende Kommunikation gelingen kann.

Die Erzieher:innen

Die Beziehungsqualität und das gegenseitige Vertrauen nimmt bei uns einen besonders hohen Stellenwert ein, so dass wir stets darauf achten, den Kindern durch einen einfühlsamen Umgang zu zeigen, dass sie angenommen und in ihrer Persönlichkeit wertgeschätzt werden. Selbstverständlich pflegen wir auch mit den Eltern sowie unseren Kollegen einen offenen und kritischen Umgang, welcher von Toleranz und gegenseitiger Akzeptanz geprägt ist. Durch das gegenseitige Vertrauen und den positiven Umgang miteinander wollen wir den Kindern ein Vorbild sein. Hierzu ist es unerlässlich, dass das gesamte Team über ein hohes Fachwissen sowie eine professionelle und von Interesse geprägte Haltung verfügt.

Auf Grund unseres Konzeptes der „offenen Arbeit“ und der Partizipation der Kinder, stellen wir uns als Team regelmäßig neuen Praxisfragen und erproben bisher unentdeckte Wege. Im Zuge des von uns gelebten „situativen Ansatzes“ greifen wir Themen auf, welche die Kinder aktuell beschäftigen und liefern weitere Impulse, Raum und Zeit, um diese Ideen und Anregungen in unseren gemeinsamen Alltag zu integrieren. Mit flexibler Planung und individuellen Angeboten werden die Kinder in ihrer Entwicklung bestmöglich begleitet. Wir sehen uns als Unterstützer der Kinder auf ihrem Weg der Selbstbildung und empfinden uns als ihre Erziehungspartner:innen.

Durch regelmäßig durchgeführte „wahrnehmende Beobachtungen“ sowie der zugehörigen Reflexion der gewonnenen Erkenntnisse, haben wir den individuellen Entwicklungsprozess des einzelnen Kindes im Blick und dokumentieren diesen in den „Ich als Kind“-Ordnern.

Die Eltern

Alle Eltern unserer Kita sehen wir als unsere Erziehungspartner:innen. Über „Tür und Angel Gespräche“ sowie über fest vereinbarte Termine für längere Gespräche können sie Kritik äußern, im Sinne eines Beschwerde Managements. Durch die von ihnen gewählten Elternvertreter:innen ist eine Mitwirkung im Kita Alltag gegeben, auch so kann es über eventuelle kritische Punkte eine Auseinandersetzung geben. Über den BEA (Bezirkselternausschuss) kann aktiv an der „Kita Politik“ mitgearbeitet werden.

Zweimal pro Jahr stattfindende Elternabende und regelmäßig durchgeführte Elterngespräche ermöglichen zusätzlichen Raum zur aktiven Mitbestimmung.

Bei Interesse kann das gesamte pädagogische Konzept angefordert werden.

Bildungsangebote

Der gesamte Kita Alltag mit seinen täglichen Abläufen hilft den Kindern auf dem Weg ihrer ganz persönlichen Bildungsentwicklung. Das Zusammensein mit vielen anderen Kindern und den Erwachsenen fördert Diversität und Ambiguität. Unsere Räume sind so gestaltet, dass es den Kindern leichtfällt, sich selbst zu bilden. Unsere zusätzlichen Angebote sind tatsächlich solche, denn nach den ersten Erfahrungen damit, bei denen stets eine Erzieherin sie begleitet, haben die Kinder das Recht, selbst zu entscheiden, ob sie teilnehmen möchten.

Wir bieten ihren Kindern jeweils einmal wöchentlich:

  • musikalisch, rhythmische Angebote
  • eine Vorlesezeit im Kinder-Leseclub
  • nach Alter getrenntes Sportangebot, durchgeführt vom TSV Sasel
  • eine „Lernwerkstatt“ für die Vorschulkinder

Gruppenstruktur

Die GRUPPEN

Täglich versammeln sich in unserer Einrichtung 92 Kinder zum Spielen, Lernen und Lachen. Die Kinder sind aufgeteilt in zwei Krippen- und drei Elementargruppen:

 

Krippengruppen

Die Spatzen
12-14 Kinder im Alter von 10 Monaten – 3 Jahren

Die Frösche
12-14 Kinder im Alter von 10 Monaten – 3 Jahren

 

Elementargruppen

Die Pferde
20-22 Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren

Die Mäuse
20-22 Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren

Die Elefanten
20-22 Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren

Eingewöhnung

Die Eingewöhnung ihres Kindes erfordert eine intensive Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieher:innen. Im Krippenbereich, also bei den Kindern unter drei, orientieren wir uns am Berliner Eingewöhnungsmodell, welches zunächst mit einem Gespräch zum gegenseitigen Kennenlernen beginnt. Dem Modell zufolge ist es von besonderer Bedeutung dem Kind ausreichend Zeit zu geben, um einen geschmeidigen Übergang aus dem Elternhaus in die Fremdbetreuung gestalten zu können. Dementsprechend kann die erfolgreiche Eingewöhnung, je nach Kind, bis zu vier Wochen in Anspruch nehmen. Das Kind wird in der Übergangsphase von einer festen Bezugsperson, Vater oder Mutter, begleitet. Die Betreuungszeit des Kindes wird, dem Eingewöhnungsmodell entsprechend, regelmäßig gesteigert und auch die Phasen der Trennung von der begleitenden Bezugsperson werden Tag für Tag länger. Dabei wird auf die Bedürfnisse sowie die speziellen Erfahrungen des Kindes, in Bezug auf die Trennung von den Eltern, Rücksicht genommen. Die wichtigste Aufgabe in dieser Zeit besteht darin, eine tragfähige Beziehung zwischen Kind und Erzieher:in wachsen zu lassen und zudem ein Vertrauensverhältnis zwischen den Erzieher:innen und den Eltern aufzubauen. Im Anschluss an die Eingewöhnungsphase wird der Verlauf dessen gemeinsam mit den Eltern reflektiert. Der intensive und regelmäßige Austausch zwischen den Eltern und den Erzieher:innen bildet die Basis einer entwicklungsfördernden Fremdbetreuung ihres Kindes.

Im Elementarbereich, also für Kinder von drei bis sechs, geht die Eingewöhnung erfahrungsgemäß schneller, auch hier jedoch richtet sie sich nach dem Tempo des Kindes. Die Eingewöhnung beginnt ebenfalls mit einem Gespräch zum Kennenlernen, gern auch mit dem Kind. Die Phasen der Trennung werden allmählich verlängert, so dass der Übergang in die Betreuung bei uns fließend geht.

Umgewöhnung

Wenn ihr Kind bereits bei uns in der Krippe betreut wird, ist der Platz im Elementar Bereich gewährleistet, wenn Sie es wünschen. Die Eingewöhnung in den Elementar Bereich, also die Umgewöhnung aus der Krippe, findet intern durch uns statt.

Eine der Krippen Erzieher:innen begleitet das Kind bei täglichen Besuchen in der neuen Gruppe. Langsam zieht sie sich dann mehr und mehr zurück und die Zeit des Aufenthaltes wird verlängert. Auch hier achten wir auf einen fließenden Übergang im Tempo des Kindes.

Qualitätssicherung

Zertifizierung

Unser Kindergarten ist öffentlich anerkannt. Fester Bestandteil unserer Einrichtung ist die Teilnahme am „SOAL-QE“ Verfahren. Seit 2009 sind wir durch diese Qualitätsentwicklung zertifiziert. Im zwei Jahresrhythmus wird die Qualitätssicherung geprüft und bestätigt, die Rechte der Kinder und die Hamburger Bildungsempfehlungen werden umgesetzt.

Unser eigenständiger Bildungs- und Erziehungsauftrag orientiert sich ebenfalls an dem Bildungsverständnis der SOAL-QE, welche vor allem die Rechte der Kinder in den Vordergrund stellt. Wir achten und schätzen die unersättliche Lernbegierde der Kinder und unterstützen sie dabei, sich selbst zu bilden. Hierzu ermutigen wir mittels kleiner Impulse zum Forschen und Entdecken und sorgen durch eine stabile Bindung und Beziehung für die nötige Sicherheit und Struktur.

Weiterbildung

Regelmäßig nimmt sowohl das gesamte Team, als auch die einzelnen Erzieher:innen an Fort- und Weiterbildungen teil.

  • z.B. Atelierraum oder Bauraum haben explizit für die Räume ausgebildetes Personal
  • zertifizierte Kinderschutzfachkraft
  • Fachfrau für frühkindliche Sexualität

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